Freitag, 6. Februar 2009

Immer diese Mütter...

In dem Fall ich. Die Frau Schlafhut.

Ach Mensch. Seit Wochen ärgere ich mich über eine Sitte in der KiTa. Ich betrete mit Junior morgens die Räumlichkeiten. Junior hinter mir herziehend und mehr oder minder freiwillig. Es kommt auch ein nettes "Guten Morgen Schlafhütchen". Manchmal haben die Erzieherin alle Hände voll zu tun, ein Kind auf jedem Arm und mindesten eins an jedem Rockzipfel. Aber zugegeben, das ist doch eher selten (sehr selten) der Fall. Meistens hat mindestens eine von ihnen Leerlauf, sie sitzen am Tisch, schreiben Dienstpläne oder machen Bastelarbeiten (auch gerne alleine). Tja. Und dann stehen das Schlafhütchen und ich ziemlich verloren im Raum. Manchmal steht auch eine Erzieherin schon quasi in der Tür. Aber im Grunde macht sie nur small talk mit den Grossen und in unserem Falle hängt mir dabei ein Schlafhütchen am Bein und rührt sich auch keinen Zentimeter weiter. Ein "Tschüss und viel Spass" meinerseits hätte wenig Erfolg. Das würde das Klammern nur noch stärker machen. Also versuche ich das Interesse des Schlafhütchens eben selbst auf Lego, Puzzle oder eben auch andere Kinder zu lenken. Sobald ich den Raum dann aber wieder verlassen will ist Holland in Not. Und ich kann immer nur hoffen, das sich eine der Erzieherinnen dann doch mal irgendwann erbarmt.
Heute Morgen betraten wir den Raum. Und die Erzieher-Kind-Verteilung war einzigartig. Zwei Erzieherinnen, ein Kind (das sich alleine ein Buch ansah). Wir bekamen wieder ein "Guten Morgen" um die Ohren. Und dann nix. Hmmm. Also wieder mal selbst irgendwelche Vorschläge gemacht. Junior kochte mir dann auch noch einen Kaffee (hach, tut gut so am frühen Morgen ;-) ). Und danach wollte ich dann doch langsam wieder den Raum verlassen. Wieder das übliche Klammern und "nein, nicht gehen". Die Erzieherinnen standen daneben, schauten sich das Ganze an. Aber es kam kein einziges "Schlafhütchen, komm wir machen mal..." oder was auch immer. Erst als ich dann ein immer mehr klammerndes Kind recht hartnäckig auf den Boden stellte, mich nochmal verabschiedete und den Raum verlassen habe, erst dann hat die eine Erzieherin die Hand des mittlerweile weinenden Schlafhütchens genommen und ihn mit irgendetwas abgelenkt.

Heute Mittag sprach ich das Ganze dann an. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein. Und was bekam ich zu hören? Na klar, geht ja nicht anders: "Ich dachte, sie können sich nicht von ihrem Sonn trennen und wollen immer noch mit ihm spielen!"

Hallo???

Klar gibt es Kinder, die sofort auf alles und jeden zugehen. Aber es gibt eben auch Kinder bei denen es nicht der Fall ist. Und nein. Das hat nicht immer etwas mit dem "Klammern" der Mutter zu tun. Sondern eben auch mit dem Naturell des Kindes. Aber bei klammernden Kindern ist es wohl immer die Oberglucke, die Schuld an der ganzen Misere ist.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da hilft nichts außer ne klare Ansprache halten.

tante liesbet hat gesagt…

Mama ist IMMER schuld- ALLES.
(Die Kinder haben ja auch gar keine Trennungsängste, das sind die Eltern, die sich nicht trennen können...hmpf)